Unsere Bienen befinden sich in Drena im Trentino. Hier können wir ihnen an 4 verschiedenen Ständen genügend Platz bieten.
Die Bienen stehen aufgeteilt nach ihrem Entwicklungsstadium getrennt in Ableger, Jungvölker und Wirtschaftsvölker.
Unser Lieblingsbienenstand ist bei uns zu Hause und macht es möglich, immer wieder einmal einen Blick auf die Bienen zu werfen. Durch das tägliche Beobachten konnten wir Eigenschaften erkennen, welche uns sonst verborgen geblieben wären. Deshalb würde ich speziell Jungimker/innen empfehlen, mindestens 2 Bienenvölker so nahe bei sich zu Hause aufzustellen, dass man das Flugloch gut z.B. mit einem Fernglas beobachten kann. Bereits bei 2 Völker ist erkennbar, dass jedes Bienenvolk einen eigenen Charakter hat, der in erster Linie von der Bienenkönigin geprägt wird. Aufgrund des unterschiedlichen Verhaltens und ihrer „Marotten“, haben unsere ersten 4 Bienenvölker Namen erhalten:
- Die Braven: die haben sich diesen Namen echt verdient, wir erinnern uns gerne an sie zurück
- Die Dörfler: hier ging es zu, wie im Dorfgasthaus – ab Mittag wird vor dem Lokal gechillt und getschatschert
- Die Aggros: manchen Sprint ums Haus hatten wir der einen oder anderen grantigen Biene aus diesem Stock zu verdanken
- Die Pfossnerin: unsere Zuchtkönigin aus dem Pfossental, die wir im 4. Jahr immer noch haben
Nachdem wir für unsere Bienen ein Superplatzl haben wollten, haben wir keine Mühe gescheut. Hier ein paar Impressionen vom Bau des Bienenstandes:

Die Verschalung ist gemacht und...

...die Plattform herausgearbeitet!

Man sieht bereits, wie es am Ende ausschauen wird!

Eine Folie, um das Unkraut fernzuhalten.

Und nun jede Menge Kies drauf und...

...anschließend die Platten.

Und Platten...

...und Platten...

...und noch einmal Kies über die Platten.

Das Wasser festigt das Ganze!

Nun braucht es noch einen Windschutz...

...weil Zugluft mag niemand!

Die ersten Beutenböcke sind zusammengebaut.

Und mittlerweile blüht auch die Felsenbirne.

Und nun warten wir auf unseren ersten Bienen!

Sie sind da!!!

Das Umsetzen in die Holzbeuten war eine Herausforderung!

Geschafft!

So schöööön!

In Drena kann es auch schneien.

Mittlerweile sind aus 4 Völkern 6 geworden.
In San Siro stehen unsere Bienen entlang eines Kreuzweges, welcher zu einem beschaulichen romanischen Kirchlein führt. Die Kirche wurde im 12. Jahrhundert erbaut und im 14. erweitert. Frau Dolores kümmert sich täglich um die unglaublich schöne Blumenwelt rund um das Kirchlein und weiß dazu viele Geschichten zu erzählen.
Der freundliche Grundbesitzer Corrado hat uns entlang des Kreuzweges ein Fleckchen für unsere Bienen zur Verfügung gestellt. Dieses war anfangs noch dichter „Urwald“, den wir mit allerlei Gerätschaften gelichtet haben. Nachdem im Trentino Bären ihr Unwesen treiben, haben wir den Platz mit einem Elektrozaun geschützt.
Hier ein paar Bilder vom Standbau in San Siro:

Der Platz ist überwuchert von Stauden und Bäumen.

Die müssen alle weg!

Das war harte Arbeit...

...aber wir haben es geschafft!

Wir befinden uns in einer Bärenzone und die Balken für den Elektrozaun liegen bereit.

Sie sind gesetzt!

So langsam gefällt es mir hier!

Die ersten Beutenböcke sind aufgestellt...

...und die Hundehütte für die Batterie steht.

Der neue Platz ist dringend notwendig...

...da wir von den Wirtschaftsvölkern Ableger machen, damit sie nicht abschwärmen!

Das Kirchlein in San Siro etwas oberhalb vom Bienenstandort.

Der Kalvarienberg mit seiner schönen Aussicht von oberhalb der Kirche.

Die ursprüngliche Apsis mit Wandmalereien.

Und zuletzt der Bienenplatz zur Kirschblüte.
Im Kastanienhain von Drena haben wir einen weiteren Platz für unsere Wirtschaftsvölker.
Der wärmste Platz im Tal in den Marocche ist für unsere Kleinen, aus denen im selben Jahr Jungvölker mit einer neuen Königin entstehen.